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Glücksspiel in Deutschland: Aktuelle Daten aus dem Survey 2025

Holger Blaschke

Geschrieben von

25. März 2026

Der Glücksspiel-Survey 2025 liefert Einblicke in das Spielverhalten der Deutschen. Über ein Drittel spielte innerhalb eines Jahres um Geld. Die Studie mit mehr als 12.000 Interviews umfasst Lotterien, Automatenspiele, Sportwetten und digitale Angebote. Risiken und problematisches Spielverhalten werden ebenfalls analysiert.

Studienaufbau und Methodik

Der Survey wurde von Forschenden des Instituts für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung (ISD) in Kooperation mit der Universität Bremen durchgeführt. Zwischen August und November 2025 wurden 12.340 Personen befragt.

Etwa 36 % gaben an, innerhalb eines Jahres mindestens einmal an Glücksspielen teilgenommen zu haben, während über 10 % wöchentlich spielten. Projektleiter Dr. Jens Kalke betonte, dass diese wiederholten Erhebungen ein langfristiges Monitoring des Spielverhaltens und der Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen ermöglichen.

Alters- und Geschlechtsunterschiede beim Spielverhalten

Die Studie zeigt signifikante Unterschiede zwischen Altersgruppen. Junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren wiesen mit 4,6 % den höchsten Anteil problematischen Spielverhaltens auf, während ältere Spieler zwischen 56 und 70 Jahren nur 0,8 % erreichten.

Männer spielen häufiger als Frauen, und die Teilnahmequote steigt tendenziell mit zunehmendem Alter. Besonders auffällig ist das Risiko bei virtuellen Automatenspielen, klassischen Geldspielautomaten und Live-Sportwetten, während staatliche Lotterien wie LOTTO 6aus49 oder Eurojackpot ein deutlich geringeres Risiko zeigen.

Risiken und Spielerschutz im regulierten Markt

Vertreter der Verbände DOCV und DSWV betonen, dass jedes Problemspiel eines zu viel ist. Im regulierten Markt greifen Schutzinstrumente wie Einzahlungslimits, das bundesweite Sperrsystem OASIS, Warnhinweise und verpflichtende Spielpausen.

Im Schwarzmarkt fehlen diese Schutzmechanismen vollständig, wodurch gefährdete Spieler ohne Aufsicht und Kontrolle agieren. Die Studienergebnisse unterstreichen die Bedeutung eines regulierten Glücksspielangebots für den Spielerschutz.

Politische Relevanz der Ergebnisse

Die Ergebnisse liefern eine wissenschaftliche Basis für politische Entscheidungen. Maßnahmen wie Alterskontrollen, Werbebeschränkungen oder Sperrsysteme werden von der Bevölkerung weitgehend akzeptiert und sind zentral für die Regulierung des deutschen Glücksspielmarktes.

Die Studie dient damit der Weiterentwicklung des Glücksspielstaatsvertrags, mit dem Ziel, Risiken zu minimieren, den Spielerschutz zu stärken und eine kontrollierte Marktstruktur zu erhalten.

Fazit: Belastbare Daten für die Diskussion

Der Glücksspiel-Survey 2025 zeigt ein stabiles Bild des Spielverhaltens in Deutschland: Mehr als ein Drittel der Bevölkerung nimmt regelmäßig an Glücksspielen teil, während junge Erwachsene und bestimmte Spielformen ein höheres Risiko für problematisches Verhalten aufweisen.

Die Studie liefert fundierte Zahlen, die für politische Debatten, Präventionsmaßnahmen und die Regulierung des Marktes eine wichtige Grundlage darstellen.

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Verfasst von

Holger Blaschke

Redakteur

Das wandelnde Casino-Lexicon Holger Blaschke. Er hat über 1400 Artikel über Spielbanken, Casino Spiele und Wettstrategien verfasst.

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Geprüft von

Leon Bürger

Chefredakteur

Mit über 25 Jahren Erfahrung im Bereich Online Casino ist Leon zurecht der Chefredakteur der deutschen Ausgabe von Casino.online.