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WSOP-Gewinne in den USA: Was deutsche Pokerspieler zu Steuern wissen sollten

Leon Bürger

Geschrieben von

22. Mai 2026

Für viele Pokerspieler gilt die World Series of Poker (WSOP) in Las Vegas als eines der größten Ziele im internationalen Poker. Spätestens nach einem größeren Gewinn stellt sich jedoch die Frage, welche steuerlichen Regelungen für deutsche Spieler in den USA gelten und wie die Auszahlung tatsächlich abläuft.

Vor allem bei hohen Cashes kann die Situation schnell komplex werden. Themen wie US-Quellensteuer, das Formular W-8BEN oder mögliche Verpflichtungen in Deutschland spielen dabei eine wichtige Rolle.

Warum häufig 30 Prozent einbehalten werden

Viele internationale Pokerspieler erleben bei größeren WSOP-Gewinnen eine Überraschung: Ein Teil des Preisgeldes wird zunächst direkt von den US-Behörden einbehalten. Hintergrund ist die sogenannte Quellensteuer, die in den USA auf bestimmte Glücksspielgewinne angewendet wird.

Ohne entsprechende Dokumente können deshalb bis zu 30 Prozent des Gewinns zunächst einbehalten werden. Bei sechsstelligen Preisgeldern kann dies erhebliche Auswirkungen auf die tatsächliche Auszahlung haben.

Das W-8BEN-Formular spielt eine zentrale Rolle

Für deutsche Pokerspieler ist insbesondere das Formular W-8BEN von Bedeutung. Damit bestätigen Teilnehmer gegenüber den US-Behörden, dass sie keinen steuerlichen Wohnsitz in den Vereinigten Staaten haben und das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und den USA berücksichtigt werden soll.

Voraussetzung dafür sind korrekte Angaben und vollständig eingereichte Unterlagen. Fehlerhafte oder unvollständige Dokumente können dazu führen, dass die Steuer zunächst dennoch einbehalten wird.

Wann eine ITIN erforderlich sein kann

Zusätzlich benötigen manche Spieler eine sogenannte ITIN (Individual Taxpayer Identification Number). Diese US-Steuernummer wird häufig verwendet, um steuerliche Vorgänge für ausländische Personen eindeutig zuzuordnen.

Ob eine ITIN notwendig ist, hängt unter anderem von der Höhe des Gewinns sowie vom jeweiligen Ablauf der Auszahlung ab. Viele Spieler beantragen die Nummer bereits vor der Reise nach Las Vegas, um mögliche Verzögerungen zu vermeiden.

Auszahlung und Dokumentation sind entscheidend

Bei größeren Turniergewinnen erfolgt die Auszahlung häufig nicht sofort und unkompliziert. Casinos und Veranstalter prüfen Identität, Steuerunterlagen und weitere Nachweise, bevor Gewinne vollständig ausgezahlt werden.

Experten empfehlen deshalb, sämtliche Unterlagen rund um Buy-ins, Cashes und Auszahlungen sorgfältig aufzubewahren. Eine lückenlose Dokumentation kann später sowohl bei Rückfragen der Behörden als auch bei steuerlichen Prüfungen wichtig werden.

Steuerliche Behandlung in Deutschland bleibt individuell

Ob WSOP-Gewinne in Deutschland versteuert werden müssen, hängt stark vom jeweiligen Einzelfall ab. Dabei spielt unter anderem eine Rolle, ob Poker als gelegentliche Freizeitaktivität oder als gewerbliche Tätigkeit eingestuft wird.

Aus diesem Grund ziehen viele erfolgreiche Spieler spezialisierte Steuerberater hinzu, insbesondere bei hohen Turniergewinnen oder regelmäßigen Einnahmen aus Pokerturnieren.

Fazit: Große Gewinne erfordern gute Vorbereitung

Ein hoher Cash bei der WSOP kann nicht nur sportlich, sondern auch organisatorisch anspruchsvoll werden. Themen wie Steuerunterlagen, ITIN und Quellensteuer sollten daher möglichst früh geklärt werden.

Wer sich rechtzeitig vorbereitet und wichtige Dokumente vollständig einreicht, kann viele Probleme bei der Auszahlung vermeiden und den Fokus stärker auf das Turnier legen.

Passend dazu sorgt aktuell auch die Regulierung des Online-Pokers in Deutschland weiter für Diskussionen.

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Verfasst von

Leon Bürger

Chefredakteur

Mit über 25 Jahren Erfahrung im Bereich Online Casino ist Leon zurecht der Chefredakteur der deutschen Ausgabe von Casino.online.

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Geprüft von

Holger Blaschke

Redakteur

Das wandelnde Casino-Lexicon Holger Blaschke. Er hat über 1400 Artikel über Spielbanken, Casino Spiele und Wettstrategien verfasst.